Harnröhrenverengung (Harnröhrenstriktur)

Mittels einer Blasenspiegelung (Zystoskopie) hat der Arzt die Möglichkeit, die Harnröhre und Blase von innen zu betrachten, krankhafte Veränderungen zu erkennen und oft auch gleich zu behandeln. Bei Beschwerden beim Wasserlassen können sowohl eine vergrößerte Prostata, eine Einengung der Harnröhre (Harnröhrenstriktur) oder andere Ursachen vorliegen. Liegt eine Verengung der Harnröhre (Harnröhrenstriktur) vor, so kann diese durch eine Harnröhnren- schlitzung erweitert werden (ohne Hautschnitt). Vor der Durchführung der Harnröhnrenschlitzung wird Gleitmittel in die Harnröhre eingebracht, das gleichzeitig eine örtliche Betäubung der Schleimhaut bewirkt. Nach einigen Minuten Einwirkzeit beginnt die eigentliche Spiegelung. Dazu wird das sogenannte Zystoskop vorsichtig unter Sicht über die Harnröhre bis in die Harnblase vorgeschoben. Bei der Harnröhrenschlitzung wird ein spezielles Instrument bis zur Engstelle in der Harnröhre vorgeschoben. In dem Instrument befindet sich ein kleines Messer, mit dem die verengte Stelle aufgeschlitzt wird, bis die Harnröhre wieder weit genug ist und der Harn ungehindert abließen kann. Die kleine Wunde braucht nicht vernäht werden, sondern heilt von alleine wieder zu. Um die Abheilung nicht zu stören wird für eine gewisse Zeit ein Harnschlauch (Katheter) zur Ableitung des Harns eingelegt.